Leben in Flüssen: Die Steinfliegenlarve im Porträt

Flüsse und Seen sind Lebensräume für zahlreiche große und kleine Lebewesen. Während Fische mitunter beim Blick ins Wasser zu sehen sind, sieht dies bei den kleinen Bewohnern anders aus. Zu Ihnen gehört die Steinfliegenlarve, die durchschnittlich die ersten drei Jahre im Lebensraum Wasser verbringt, bevor Sie sich zu einer Steinfliege weiterentwickelt. Gerade diese kleinen Lebewesen sind für die Bestimmung der Wasserqualität ein wichtiger Faktor, denn nur in sehr sauberen Gewässern gibt es eine hohe Biodiversität.

Merkmale der Steinfliegenlarve

Die Steinfliegenlarve lebt wie die Eintagsfliegenlarve vorwiegend in Fließgewässern, die einen steinigen Bodengrund sowie eine mittlere bis starke Strömung haben. Als Insekten besitzen sie jeweils sechs Beine, die sich an der Körperseite befinden, so dass sie sich trotz der Strömung am Grund der Gewässer fortbewegen. Zudem ist es durch den flach gebauten Körper möglich, sich unter den Steinen vor Fressfeinden, wie Friedfische, zu verstecken. Jedoch befinden sich am Hinterleib der Steinfliegenlarven nur zwei Fäden, die sogenannten Cerci. Dies unterscheidet sie von den Eintagsfliegenlarven, die drei Fäden besitzen.

Fressen und Gefressen werden

Steinfliegenlarven gelten als wichtige Nahrungsquelle für viele Fische, zum Beispiel Forellen. Die Larven ernähren sich dagegen von Pflanzen, zerfallenes Falllaub, größere Larven fressen jedoch kleinere ihrer Art sowie andere Insekten. Übrigens, bewohnen Steinfliegenlarven Fließgewässern, zeugt dies von einer sehr guten Gewässerqualität. Haben Sie die ersten Jahre ihres Lebens im Wasser überlebt, begeben sich die Steinfliegenlarven an Land und suchen den Schutz der Pflanzen. Dort angekommen öffnet sich der Larven-Panzer und die Steinfliege schlüpft. Nach dem Schlüpfen hat die Steinfliege, wissenschaftlicher Name Plecoptera, nur eine kurze Lebenserwartung, denn nach der Paarung und Eiablage stirbt sie wegen der fehlenden Nahrungsaufnahme.

Steinfliegenlarven als Indikator für Wasserqualität

Die Larven der Steinfliege verbreiten sich entweder durch die Strömung in Gewässern oder nach dem Schlüpfen der Fliege über einen kurzen Luftweg. Gleichzeitig gelten Sie aber als Anzeichen für eine sehr gute Wassergüte, da sie nur in sehr sauberen Gewässern überlegen. Güteklassen gehen dabei die Sauberkeit beziehungsweise Verschmutzung des Gewässers an. Diese sowie weitere Begriffe erklärt das Wasser-Lexikon des Portals Wasser-Wissen des Instituts der Umweltverfahrenstechnik der Universität Bremen.

Bild: panthermedia.net Helma Spona